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Erlesene Aphorismen

"Wenn mein Herz nicht spricht, dann
schweigt auch mein Verstand.",
sagt die Frau.
"Schweige, Herz, damit der Verstand zu Worte
kommt.", sagt der Mann.
(Ebner-Eschenbach)

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Die Weiber müßten nur lieben oder
hassen; da wären sie ganz charmant.
Die Männer aber müßten weder lieben
noch hassen. So käme alles wieder ins Gleichgewicht.
(Goethe)

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Man soll sich mehr um die Seele als um den
Körper kümmern; denn die Vollkommenheit
der Seele richtet die Schwächen des Körpers auf.
(Demokrit)

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Wenn längere Zeit nach den Tode eines
geliebten Wesens einen der alte Schmerz überkommt,
so überlege man,
was der Tote versäumt habe, während
man selbst und die anderen weiterlebten.
(Raabe)

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Es gibt nichts Wunderbares: Alles, was
geschieht, was geschehen ist und was geschehen wird,
geschieht, geschah und wird geschehen auf eine natürliche Weise.
(Ludwig Büchner)

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Wie gefährlich auch Unwissenheit für
die Welt sein mag - Wissen ohne Charakter
ist noch weit gefährlicher.
(John E. Grinell)

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Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten.
Der Kranke leidet niemals unter ihr.
Aber die anderen leiden.
(Paul-Henri Spaak)

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Man steht so früh auf, weil man so viel
zu tun hat, und man legt sich so früh zu
Bett, weil man so gar nichts zu denken hat.
(Oscar Wilde)

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Humanität besteht darin, daß niemals
ein Mensch einem Zweck geopfert wird.
(Albert Schweitzer)

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Charakterlosigkeit ist ein Mythos, den biedere
Individuen geschaffen haben, um damit die
Faszinationskraft anderer Leute erklären zu können.
(Oscar Wilde)

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Das Leben ist Schlaf, dessen Traum die Liebe ist.
Du wirst gelebt haben, wenn du geliebt haben wirst.
(Alfred de Musset)

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Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit,
auf etwas Notwendiges zu verzichten,
um sich etwas überflüssiges zu leisten.
(Vittorio de Sica)

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Warum können wir uns an die kleinste
Einzelheit eines Erlebnisses erinnern,
aber nicht daran, wie oft
wir es ein und derselben Person erzählt haben?
(La Rochefoucauld)

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Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes
Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.
(Jean Paul)

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Der Tod versetzt uns wieder in den
Zustand der Ruhe, in dem wir uns
befanden, ehe wir geboren wurden.
Bedauert jemand die Gestorbenen, so
muß er auch die Ungeborenen bedauern.
(Seneca)