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Oscar Wilde

Oscar Wilde
Oscar Wilde

Die Alten glauben alles, die Menschen im mittleren Alter mißtrauen allem, die Jungen wissen alles.

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Bildung ist etwas Wunderbares. Doch sollte man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, daß wirklich Wissenwertes nicht gelehrt werden kann.

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Sie hatte gestern abend viel zuviel Rouge und nicht ganz hinreichend Stoff an sich. Das ist bei Frauen immer ein Zeichen von Verzweifelung.

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Frauen besitzen einen erstaunlichen Instinkt für die Dinge. Sie entdecken alles außer dem, was in die Augen springt.

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Junge Leute möchten treu sein und sind es nicht, alte möchten untreu sein und können es nicht.

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Die meisten Frauen sind so gekünstelt, daß ihnen jeder Sinn für die Kunst fehlt. Die meisten Männer sind so natürlich, daß ihnen jeder Sinn für die Schönheit fehlt.

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Früher wurden Bücher von Literatengeschrieben und vom Publikum gelesen. Heute werden sie vom Publikum geschrieben und von niemanden gelesen.

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Die Frauen lieben uns wegen unserer Fehler. Wenn wir deren genügend haben, werden sie uns alles verzeihen, selbst unsern gigantischen Intellekt.

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Die Stärke der Frauen rührt aus der Tatsache her, daß die Pschologie sie nicht zu deuten vermag. Männer kann man analysieren, Frauen...nur anbeten.

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Es gibt nur eine einzige echte Tragödie im Leben einer Frau. Die Tatsache, daß ihre Vergangenheit stets ihr Liebhaber und ihre Zukunft unweigerlich ihr Ehemann ist.

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Die Seele ist eine schreckliche Wahrheit. Man kann sie weder kaufen noch verkaufen oder verschachern. Sie kann vegiftet oder vollkommen gemacht werden. In jedem von uns wohnt eine Seele. Ich weiss es.

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Die meisten Menschen leben für die Liebe und die Bewunderung, doch wir sollten durch die Liebe und die Bewunderung leben.

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Vernunft und Feigheit sind in Wirklichkeit dasselbe. Vernunft ist nur der Geschäftsname der Firma.

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Jeder ist der Liebe würdig, nur der nicht, der sich selbst für würdig hält.

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Oscar Wilde wurde am 16.10.1854 in Dublin geboren. Sein Vater war Arzt, seine Mutter Dichterin. Wilde studierte in Dublin und Oxford. Seit 1879 lebte er in London. 1895 wurde er vom Vater seines Freundes Lord Douglas wegen homosexueller Neigungen angezeigt und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Wilde starb am 30.11.1900 in Paris.

Werke:
1887 Das Gespenst von Canterville (dt. 1905)
1891 Das Bildnis des Dorian Gray (dt. 1901)
1894 Eine Frau ohne Bedeutung (dt. 1894)
1895 Der ideale Gatte (dt. 1903)