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Das Meer

Gerade in der Winterzeit vermiße ich das Meer sehr. In der kalten Zeit, wo alle sich in ihren Häusern verstecken, umgeben von Kerzen und Wärme. Da denke ich an das Meer, so allein und kalt. Manchmal frage ich mich, ob sich das Meer nicht einsam fühlt in der Winterzeit. Ich meine, all die Monate ist es mit Menschen umlagert; die Menschen planschen im Meer, man hört Lachen und Freude und auf einmal ist es ruhig. Ich weiß, daß die Ruhe eher an der Oberfläche ist, denn im Meer sind unglaublich viele Tiere zuhause, egal welche Jahreszeit ist. Aber die Oberfläche bleibt kalt und verlassen. Verlassen von uns Menschen, weil wir die Kälte und das rauhe nicht ertragen.
Gerade in der Winterzeit liebe ich das Meer. Ich höre und fühle seine ganze Macht, die es auslebt mit seinen starken Wellen, kraftvoll und unaufhaltbar. Und dann komme ich mir so winzig und schwach vor. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf, aber etwas ist immer fest verankert: Wir Menschen sind so schwach und so klein, verglichen mir der Kraft der Natur. Was wir können, ist sie die Kraft der Natur Stück für Stück zu bekämpfen. Aber im Grunde zerstören wir Stück für Stück uns selbst. Aber ich glaube, wir Menschen denken, daß uns nichts passieren kann, obwohl ich nicht genau sagen kann, was uns so sicher macht. Vielleicht unsere Arroganz, über allen Dingen zu stehen. Schließlich haben wir doch die Macht, die Natur uns anzupassen. Aber die Natur rächt sich immer wieder auf brutalste Art, doch wir Menschen lassen uns nicht beeindrucken von irgendwelchen Erdrutschen, Erdbeben und überflutungen. Auch lassen wir uns nicht beeindrucken von ein paar Menschenleben, die an Naturkatastrophen sterben. Alles auf dieser Welt, was von Menschenhand geführt wird, hat seinen Preis. Ich möchte nicht darüber nachdenken, was alles noch passieren muß, damit wir Menschen merken, wie dumm wir wirklich sind.