
Die Geschichte des Judentums nimmt ihren (historisch nachweisbaren) Anfang um 1200 v. Chr. Nachdem das Gleichgewicht der beiden Großmächte (ägypten im Süden und die Hethiter im Norden) durch den Ansturm der "Seevölker" zunichte gemacht wurde. In dieses Vakuum wanderten nun die nomadischen aramäischen Völker ein, unter ihnen die israelitischen Stämme. Sie sickerten, anfangs eher friedlich, in das, nur dünn besiedelte Land der Kanaanäer ein. Die Einwanderung erfolgte sowohl von Osten, als auch von Süden unter der Führung des Moses. Fürderhin existierte Israel als religiöser 12-Stämmeverband, mit den wechselnden Standorten der Bundeslade als geistigem Zentrum. Erst die existentielle Bedrohung durch die Philister bewirkte die erste Staatenbildung der nördlichen Stämme unter König Saul um 1000 v Chr.. Wenig später tat ihm dies David im Süden nach, eroberte die neue Hauptstadt Jerusalem und erzwang auch den Anschluss des Nordens. Doch bereits unter Rehabeam fiel dieses erste vereinigte israelische Königreich wieder in seine zwei ursprünglichen Teile auseinander. Die Dynastie Davids regierte weiterhin in Juda, dem Südreich, während Israel, das Nordreich sich wechselnder Königshäuser erfreute. Letzteres wurde im Jahre 722/21 eine leichte Beute für das expansive assyrische Imperium unter Sargon II. Wegen seiner Pufferfunktion zu ägypten wurde Juda dieses Schicksal erspart. Bis ihm schließlich die, den Assyrern nachfolgende Großmacht, das Neubabylonische Großreich unter Nebukadnezar den Garaus machte (586, Tempelzerstörung, babylonisches Exil). 539 wurde Babylon von der neuen Supermacht Persien erobert, dessen König, Kyros der Große religiöse Toleranz walten ließ und den Juden (über 40 000) die Rückkehr in die Heimat ermöglichte. Nach der Eroberung Persiens durch Alexander und dessen Tod stand Palästina abwechselnd unter der Herrschaft der Seleukiden und Ptolemäer. Die verstärkte Hellenisierung des Seleukidenkönigs Antiochos IV. führte in den Aufstand des Judas Makkabäos (um 166), in dessen Folge Israel seine Autonomie wiedergewann.
Die Geschichte des Judentums nimmt ihren (historisch nachweisbaren) Anfang um 1200 v. Chr. Nachdem das Gleichgewicht der beiden Großmächte (ägypten im Süden und die Hethiter im Norden) durch den Ansturm der "Seevölker" zunichte gemacht wurde. In dieses Vakuum wanderten nun die nomadischen aramäischen Völker ein, unter ihnen die israelitischen Stämme. Sie sickerten, anfangs eher friedlich, in das, nur dünn besiedelte Land der Kanaanäer ein. Die Einwanderung erfolgte sowohl von Osten, als auch von Süden unter der Führung des Moses. Fürderhin existierte Israel als religiöser 12-Stämmeverband, mit den wechselnden Standorten der Bundeslade als geistigem Zentrum. Erst die existentielle Bedrohung durch die Philister bewirkte die erste Staatenbildung der nördlichen Stämme unter König Saul um 1000 v Chr.. Wenig später tat ihm dies David im Süden nach, eroberte die neue Hauptstadt Jerusalem und erzwang auch den Anschluss des Nordens. Doch bereits unter Rehabeam fiel dieses erste vereinigte israelische Königreich wieder in seine zwei ursprünglichen Teile auseinander. Die Dynastie Davids regierte weiterhin in Juda, dem Südreich, während Israel, das Nordreich sich wechselnder Königshäuser erfreute. Letzteres wurde im Jahre 722/21 eine leichte Beute für das expansive assyrische Imperium unter Sargon II. Wegen seiner Pufferfunktion zu ägypten wurde Juda dieses Schicksal erspart. Bis ihm schließlich die, den Assyrern nachfolgende Großmacht, das Neubabylonische Großreich unter Nebukadnezar den Garaus machte (586, Tempelzerstörung, babylonisches Exil). 539 wurde Babylon von der neuen Supermacht Persien erobert, dessen König, Kyros der Große religiöse Toleranz walten ließ und den Juden (über 40 000) die Rückkehr in die Heimat ermöglichte. Nach der Eroberung Persiens durch Alexander und dessen Tod stand Palästina abwechselnd unter der Herrschaft der Seleukiden und Ptolemäer. Die verstärkte Hellenisierung des Seleukidenkönigs Antiochos IV. führte in den Aufstand des Judas Makkabäos (um 166), in dessen Folge Israel seine Autonomie wiedergewann.
Zu Anfang war das Judentum geistig durch die Erfahrung des menschlichen Versagens (Vertreibung aus dem Paradies, Turmbau zu Babel...) bestimmt. Daran schloss sich das völlige Vertrauen an den einen Gott an, dessen erfolgreiche Führung der Primat allen jüdischen Glaubens ausmachte. Selbst die misslichen Zeiten der Fremdherrschaft bewirkten sogar eher eine Stärkung dieses Glaubens. Gewissermaßen trennten sich im babylonischen Exil und in den Makkabäerkriegen die Spreu vom Weizen. In Ersterem kann man gleichsam die eigentliche Gründung des Judentum sehen, dergestalt, dass Esdras die obsolet gewordene staatliche Macht durch die Tora ersetzt. Weiters wird das Pharisäertum dafür sorgen, dass die Tora auch künftig zur Staatsräson werden und das private Leben religiös durchtränkt bleiben wird. Seine theokratische Vorstellung sollte sich in der Ankunft des Messias vollenden. Mit der Hellenisierung begann schließlich die Verquickung mit der Philosophie einerseits und anderen Glaubensvorstellungen andererseits. Von allen Versuchen beide philosophische (griechische und jüdische) Welten in ein System zu bringen ist der des Neuplatonikers Philon am erwähnenswertesten. Als Quintessenz ließe sich festhalten, daß die platonische Ideenlehre übernommen und mit folgendem ergänzt wurde: Die absolute Transzendenz Gottes, und seine Partnerschaft mit dem kontingenten Menschen und seine Schöpfung als creatio ex nihilo. Neben dieser rationalen Fundierung bezieht das Judentum seinen Glauben auch aus der Mystik, der sog. Kabbala. Askese, Buße und vollständige Kontemplation sollen zur Gotteserfahrung führen. Durch die Pogrome und Vertreibungen des Mittelalters bedingt steigert sie sich auch in nihilistische und apokalyptische Vorstellungen hinein. Letztere werden im Chassidismus in ihr Gegenteil gekehrt, zu einem rauschhaften Freudengefühl über die baldige Teilhabe am nahenden Jenseits. Eine Verbindung von reinem Glauben und eigenständigem Philosophieren gelang dem Aristoteliker Moses Maimonides (....). Weitere für Deutschland interessante jüdische Einflüsse für die Philosophie gingen von dem Aufklärer Moses Mendelsohn und dem Neukantianer Hermann Cohen aus